Beim Interkulturellen Ladies Lunch (IKLL) im November 2025 hieß Barbara Regitz Arlinda Merdani, Gesellschafterin der Hilfsorganisation Nehemiah Gateway, willkommen.

Zahlreiche Nürnbergerinnen folgten der Einladung von Barbara Regitz, Initiatorin der Mittagsrunde, zum letzten Interkulturellen Ladies Lunch des Jahres im November 2025. „Seit 15 Jahren dienen unsere direkten Begegnungen, um Verständnis füreinander zu schaffen, Verständnis zwischen gebürtigen Nürnbergerinnen und zugezogenen. So kann Integration gelingen und ein „Voneinander und miteinander lernen“ – nach dem Motto ‚aufeinander zugehen, zuhören, sich dann eine Meinung bilden‘. Wie immer steht auch heute eine Frau mit besonderem Bezug zum Interkulturellen im Mittelpunkt: Arlinda Merdani, Leiterin der Hilfsorganisation Nehemiah Gateway“, sagte Barbara Regitz ehemalige Mitglied des Bayerischen Landtags zur Begrüßung. Die gebürtige Albanerin leitet seit 2010 die internationalen Hilfsprojekte der Organisation, die sich zum Ziel gesetzt hat, „Menschen dabei zu unterstützen, ihr Leben in Würde und Unabhängigkeit selbst zu bestimmen und nachhaltig zu gestalten.“



Das Bedürfnis, Kindern zu helfen und ihnen eine Perspektive sowie Bildung zu ermöglichen, stammt aus eigener Erfahrung. Arlinda Merdani wuchs im kommunistischen Albanien auf und weiß, was es bedeutet, hungrig ins Bett zu gehen oder nicht zu frühstücken. Trotz der oft schwierigen Alltagsbedingungen legten ihre Eltern viel Wert auf Bildung. „Bildung war der Schlüssel für meine Entwicklung und ein besseres Leben“, sagte Merdani. In der Schule lernte sie Deutsch, eine Fähigkeit, die ihr viele Türen öffnete. Dank Stipendien, aber vor allem dank ihres Durchhaltevermögens und harten Lernens schaffte sie es bis zum Master. Bereits in Albanien arbeitete Arlinda Merdani für Nehemiah Gateway. Sie teilte die Werte dieser Organisation, die versucht, Menschen Hoffnung zu geben. Nach verschiedenen Stationen bei der Hilfsorganisation ist sie nun Gesellschafterin von Nehemiah Gateway hier in Nürnberg. Seit 20 Jahren ist sie mit voller Leidenschaft und Elan für die Hilfsorganisation tätig und engagiert sich ununterbrochen dafür, dass Kinder eine Bildung erhalten. „Was wir in Albanien erreicht haben, wollten wir auch in anderen Ländern wie in Afrika oder Kuba erreichen. So unterstützen wir auch Kinder in Uganda“, erzählte sie weiter.


In der Runde hörte man ihrer Erzählung aufmerksam zu. Es wurden viele Fragen gestellt, unter anderem zu den Geldern für die Hilfsorganisation, die überwiegend von Spenden lebt, zu möglichen Kooperationen mit deutschen politischen Stiftungen und zur pädagogischen Methodik. Auch die Frage, ob Musik in den Schulen und Lernzentren der Organisation, wie in der Amaro-Tan-Schule – einer Schule für benachteiligte Kinder in Albanien – unterrichtet wird, wurde gestellt. Zum Schluss hörten die Anwesenden ein Kinderlied auf Albanisch. „Sprachen lernen Kinder, auch Erwachsene, leicht mit Rhythmen und Reimen. Und was verbindet die Menschen mehr als die Musik?“, kommentierte Barbara Regitz.



Da das IKLL-Treffen kurz vor der Adventszeit stattfand und man in Albanien keinen Adventskalender kennt, überreichte Barbara Regitz Arlinda Merdani als kleine Erinnerung den Lions-Adventskalender „Sternschnuppen 2025”. Mit dem Reinerlös unterstützt der Förderverein verschiedene Projekte zur Kinder- und Jugendarbeit in der Metropolregion Nürnberg. Frau Merdani erhielt zudem das Spiegel- Bestseller-Buch „Sungs Laden“, in dem es um Integration, Politik, ehrenamtliches und persönliches Engagement geht.

Informationen: www.nehemiah-gateway.org/de
Save the date: Der nächste IKLL-Termin findet am 2. Februar 2026 mit der Pianistin und Kulturpreisträgerin Hilde Pohl statt.
Bilder: Privat

